Dem Immunsystem auf der Spur

Pelargonium sidoides, die Wurzel aus Südafrika, die den Wirkstoff in dem Produkt Umckaloabo liefert.
Eine Wurzel, so bizarr-schön wie wirkungsvoll: Pelargonium sidoides.

Mit einem gleichermaßen ausgeklügelten wie schlagkräftigem Abwehrsystem sorgt der Organismus dafür, dass Stoffe, die aus der Umgebung in den Körper eindringen, ihm möglichst nichts anhaben. Anlässlich einer Pressekonferenz erläuterten Experten, dank welcher Mechanismen das menschliche Immunsystem diese komplexe Aufgabe bewältigt. Im Fokus dabei: Atemwegsinfektionen.

Ein fein getuntes Netzwerk, an dem verschiedene Organe, Zelltypen und Moleküle beteiligt sind: das Immunsystem des Menschen. Jede dieser Komponenten hat ihren Anteil daran, den Körper gegen Krankheitserreger zu verteidigen. Die Abwehr von Viren und anderen Erregern im Körper läuft dabei in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten ab, wie Prof. Dr. rer. nat. Peter Heisig (Institut für Biochemie und Molekularbiologie, Pharmazeutische Biologie und Mikrobiologie, Universität Hamburg) in einer Pressekonferenz der Firma Schwabe erläuterte.

Immunabwehr – angeboren und erworben

Das Immunsystem lässt sich demnach in das angeborene sowie das erworbene Immunsystem unterteilen. „Wird eine Virusinfektion vom Körper erkannt, aktiviert dies die angeborene Immunität“, so Heisig. Damit werde u. a. die Ausbreitung der Virusinfektion verhindert. Gleichzeitig würden weitere Bestandteile der angeborenen Immunität aktiviert und schließlich auch die erworbene Immunantwort.

Atemwegsinfekte im Fokus

Relevant ist dies alles u. a. im Bereich der Atemwegsinfektionen. „Nichts hat uns in den vergangenen zwei Jahren so in Atem gehalten wie Atemwegsinfektionen“, so Dr. Traugott Ullrich, General Manager Marketing, Medical & Sales Germany bei Dr. Willmar Schwabe, in seinem Eingangsstatement zur Pressekonferenz – und vor Beginn der Erkältungssaison.

Diese Atemwegsinfekte, zumeist durch Viren verursacht, können bei zusätzlichen Komplikationen und bakteriellen Superinfektionen auch ernste Verläufe nehmen, so Univ.-Prof. Dr. med. Andreas Michalsen (Professur für Klinische Naturheilkunde der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Innere Medizin, Abteilung und Zentrum für Naturheilkunde, Immanuel Krankenhaus Berlin).

Pflanzliches Arzneimittel als Antiinfektivum

Die ärztlich-therapeutischen Optionen seien bei einem Atemwegsinfekt Pflanzliches Arzneimittel bzw. einer Erkältungserkrankung begrenzt, erläuterte Michalsen. In seiner klinischen Arbeit liege ihm sehr daran, „möglichst an den Ursachen anzusetzen, die Erkrankung abzukürzen und mögliche Komplikationen zu vermeiden“. Bei der Therapie von Erkältungen und herkömmlichen Atemwegsinfekten, so Michalsen weiter, „haben pflanzliche Arzneimittel für mich einen vorrangigen Platz“.

In diesem Zusammenhang verwies er auf das Antiinfektivum EPs® 7630 aus Pelargonium sidoides. Mit 30 klinischen Studien an mehr als 10 000 Patienten, darunter über 4000 Kindern, gelte es „als das bestuntersuchte pflanzliche Arzneimittel bei Atemwegsinfektionen“. Patienten schon ab dem ersten Lebensjahr seien etwa zwei Tage schneller gesund, würden sich weniger krank fühlen und weniger Begleitmedikation benötigen, so Michelsen. Wie das vonstatten geht, erläuterte ergänzend Prof. Heisig: Der Extrakt aus der Wurzel der Kapland-Pelargonie könne offensichtlich das Eindringen unterschiedlicher Atemwegsviren in die Schleimhautzellen hemmen, die Interferonproduktion anregen und so das angeborene Immunsystem unterstützen.

Quelle: Pressekonferenz „Unser Immunsystem – evolutionär komplex, natürlich effizient“, 20. September 2022, Veranstalter Dr. Willmar Schwabe

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