Spezialextrakt aus dem Kiefernwald

Meereskiefern prägen das Bild von Les Landes de Gascogne.

Sommer im Südwesten Frankreichs: 32 Grad im Schatten, unermüdlich zirpende Grillen, strahlend blauer Himmel, vor dem sich Kiefern im Wind wiegen. Meereskiefern (pinus pinaster) prägen das Bild von „Les Landes de Gascogne“, einem Waldgebiet nahe des Atlantiks und unweit von Bordeaux gelegen. Die Bäume werden nach 30 bis 50 Jahren zur Holzverarbeitung gefällt. Aus ihrer Rinde gewinnt man den Spezialextrakt Pycnogenol® – an Ort und Stelle und mittels eines patentierten Verfahrens. Mit dem Extrakt beliefert Horphag Research Pharmafirmen weltweit.

Angelegt wurde der Kiefernwald im Auftrag von Napoleon III.: Die Erosion der sandigen Heidelandschaft durch die starken Atlantikwinde sollte aufgehalten werden, der Boden gefestigt und eine Holzwirtschaft etabliert. Die Geburt des Waldgebietes „Landes“ war, wenn man so will, auch die Geburtsstunde für die Produktion von Pycnogenol®.

Produktion vor Ort

Auf einer Fläche von etwa 2,5 Millionen Hektar werden die französischen Meereskiefern kultiviert. Das aus den Rindenabfällen gewonnene Pycnogenol® wird direkt vor Ort produziert. Gilt es doch, die Inhaltsstoffe innerhalb von 48 Stunden nach dem Abholzen des Baumes aus der Rinde zu extrahieren. Dies übernimmt ein darauf spezialisiertes Unternehmen: Biolandes führt im Auftrag von Horphag Research die Produktion des Extraktes durch.

Dazu pulverisieren Maschinen die frische Rinde, extrahieren den Wirkstoff mit Ethanol sowie Wasser: Das patentierte Extraktionsverfahren verwendet keine toxischen Lösungsmittel. Nach der Reinigung wird der Rohextrakt schließlich sprühgetrocknet und zu einem feinen, braunen Pulver verarbeitet. Der Extrakt wird auf einen Gehalt von 65 bis 70 Prozent der aktiven Pflanzenstoffe, den Procyanidinen, standardisiert. Etwa 1000 Kilogramm Rinde ergeben dabei ein Kilogramm Pycnogenol®.

Die Umwelt im Blick

Die Extraktionsanlage passt sich ihrem Umfeld an: Statt Fabrikbauten mit viel Beton und Glas dominieren ein- bis zweistöckige Holzbauten. Doch das rustikale Äußere täuscht: In den Produktionsräumen herrscht modernste Laboratmosphäre, dominieren Edelstahl und Hightech, nicht zuletzt zur Überwachung der Produktion.

Bei Horphag betont man den umweltschonenden Herstellungsprozess. Dazu gehöre u. a. die Nutzung erneuerbarer und nachhaltiger Ressourcen und der Einsatz von Wasseraufbereitsungssytemen an den Produktions- und Verpackungsstandorten. Zudem würden die Extraktionsprozesse sehr wenig CO2 erzeugen und: Weder würden Pestizide verwendet noch komme es zur Freisetzung giftiger Substanzen.

40 Jahre Forschung

„Die Geschichte von Pycnogenol® beginnt mit der Erkenntnis, dass die Ureinwohner Nordamerikas mindestens seit 1500 einen Extrakt aus Kiefernrinde gegen Skorbut verwendeten“, schreibt Dr. Richard A. Passwater in dem gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Rohdewald verfassten Buch („Das Phänomen Pycnogenol®“). Horphag Research forscht seit mehr als 40 Jahren zu dem Pflanzenextrakt aus der Rinde der Seekiefer mit seiner Kombination aus Procyanidinen, Bioflavonoiden und Phenolsäuren.

Das Unternehmen kann mittlerweile über 160 klinische Studien und 450 wissenschaftliche Veröffentlichungen zu Sicherheit und Wirksamkeit des Extrakts vorweisen. Vor allem vier Eigenschaften des Pflanzenextraktes rückt man dabei in den Fokus: Demnach wirkt er als kraftvolles Antioxidans, bindet sich an Kollagen und Elastin und unterstützt die regenerative Hyaluronsäuresynthase, wirkt wie ein natürlicher Entzündungshemmer und unterstützt die natürliche Blutzirkulation.

Vielfalt in der Anwendung

Der Pflanzenextrakt ist in mehr als 1000 Nahrungsergänzungsmitteln, Mulitivitaminen, Kosmetika und Gesundheitsprodukten weltweit erhältlich. Als Hauptanwendungsgebiete nennt das vertreibende Unternehmen u. a. Herz und Kreislauf, Gelenke, geistige Gesundheit und die Gesundheit der Atemwege, zudem Hautpflege, Augengesundheit und Frauengesundheit.

Mit dem Extrakt aus der französischen Meereskiefernrinde beliefert Horphag Research Pharmafirmen weltweit. Auch in Deutschland vertreiben diverse Pharmafirmen mehrere Präparate mit Pycnogenol® über die Apotheke. Darunter Nahrungsergänzungsmittel bzw. diätetische Lebensmittel für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete, etwa zur Unterstützung des Diätmanagements bei erhöhtem Homocystein und endothelialer Dysfunktion, zur diätetischen Behandlung von altersbedingter Makuladegeneration (AMD) oder als Beitrag für den Erhalt normaler Haut, Haare und Nägel.

Beispiele für die Anwendung des Meereskiefernextrakts liefern auch die Ergebnisse aktueller Studien. Darin wurden beispielsweise die Funktion von Meereskiefernextrakt als Antihistamin und Entzündungshemmer bestätigt – was den Extrakt als Therapieoption bzw. zur Prävention für Allergiker interessant macht. Eine weitere Studie wiederum bestätigt die Wirksamkeit des Extrakts bei der Behandlung von Gesichtsmelasmen.

Nahrungsergänzung

Im Hinblick auf die Beratung in der Apotheke lassen sich die Informationen lesen, die Prof. Dr. Peter Rohdewald und Richard A. Passwater in ihrem Buch folgendermaßen zusammenfassen: „Pycnogenol® ist kein Arzneimittel. Pycnogenol® ist ein sicheres Nahrungsergänzungsmittel, das bei bestimmten Gesundheitsproblemen positive Wirkungen zeigt.“

Die Wirkungen seien weniger stark und träten nicht so schnell ein wie bei Arzneimitteln. Der Extrakt helfe auf natürliche und sichere Weise, die Symptome einiger Erkrankungen unter Kontrolle zu halten, könne aber in schweren Fällen nicht die Medikamente ersetzen. „Eine Funktion von Pycnogenol® besteht darin, Ihrem Körper bei leichten oder mittleren Beschwerden zu helfen wieder ins Gleichgewicht zu kommen.“

Quelle: Journalistenreise zur Produktionsstätte von Pycnogenol®, Les Landes de Gascogne, 16. – 18. Mai 2022, Veranstalter Horphag Research

Foto: @Horphag